Archiv für die Kategorie ‘Mammonismus’

Chef der Deutschen Bank möchte nicht ermordet werden (wie Alfred Herrhausen)

Mittwoch, 19. Mai 2010

Ackermann: So nicht! Quelle:www.neue-solidaritaet-com/images7/mordauto.jpg

Ackermann: So nicht! (Quelle: www.neue-solidaritaet-com)

Am 13.5. unterhielt sich Maybrit Illner mit Josef Ackermann, dem Vorstandschef der Deutschen Bank. Die ZDF-Sendung stand unter dem Motto: „Retten wir den Euro oder die Spekulanten, Herr Ackermann?“

Dr. Josef Ackermann, der Schweizer Oberst auf dem Thron der Deutschen Bank, Deutschlands größtem global engagierten Kreditinstitut (Gewinn im 1. Quartal 2010: 2.800.000.000 Euro dank Investmentbanking) ist gleichzeitig Vorsitzender des internationalen Bankenbundes „Institute of International Finance“, der 350 Mitglieder in über 60 Länden hat.

Bis 1989 war die Deutsche Bank noch nicht am Investment-Banking beteiligt: Kapitalrendite von 25 % hätten damals noch als unseriös gegolten. (weiterlesen…)

Anlagemöglichkeit Gewürzmetalle?

Sonntag, 12. Juli 2009

Bis vor kurzem war mir noch unbekannt, dass es sog. „Gewürzmetalle“ gibt. Darunter versteht man teils sehr selten vorkommende metallische Elemente, die insbesondere für moderne Technologien, darunter Schlüsseltechnologien unersetzbar und wegen ihrer speziellen Eigenschaften (noch) nicht wegzudenken sind. Es gibt über 50 dieser raren Metallelemente.

Jeder Computerchip wird mittlerweile mit bis zu 40 dieser Elemente „gewürzt“, ein Funktelefon mit bis zu 25 dieser feinen Metalle, z. B. Coltran. Leuchdioden (LED-Leuchten) kommen ohne Gallium oder Indium, je nach Farbe, nichts aus. Auch Flachbildschirme, Leuchtanzeigen (Displays), aber auch CIS-Solarzellen benötigen Indium.

Wie Rohstoffexperten, z. B. Armin Reller von der Universität Augsburg, betonen, drohen einige dieser Gewürzmetalle knapp bzw. ihre Gewinnung extrem teuer zu werden. Dennoch sind sie immer noch teils starken Preisschwankungen unterworfen. So stiegen 2007 die Preise für Platin und Palladium auf Rekordniveau, bei Palladium bildete sich jedoch ein Produktionsüberhang – die Preise gingen prompt wieder nach unten.

Platin wird bekanntlich für Autokatalysatoren gebraucht, jedoch – falls man alle Autos dieser Welt damit ausrüsten wollte, gäbe es Probleme, da das Metall immer aufwändiger gewonnen werden muss. So müssen zehn Tonnen Erz verarbeitet werden, um 1 Unze Platin zu extrahieren. Ein Teil des Platins aus den Katalysatoren wird in die Atemluft geblasen und in unseren Lungen endgelagert, ein anderer Teil gelangt nie in die Wiederverwertung, sondern verbleibt irgendwo in Altautos, nur 30-40 Prozent der Katalysatoren werden an Verwertungsfirmen gegeben. (weiterlesen…)

Tafelsilberverscherbeln. Crossborderleasing. Und jetzt der Wald?

Montag, 23. März 2009

Wir sind ja inzwischen abgehärtet. Wir winken die Horrornachrichten schon geübt durch, eine nach der anderen, und halten die Ohren immer schön angelegt.

Der Finanzhaushalt der ehemalige Bundeshauptstadt Bonn z. B., sicherlich in der Vergangenheit eine gediegene, betuchte Gemeinde gutbürgerlicher Beamter und gut beamteter Bürger, ist dermaßen in den roten Zahlen, dass er demnächst aller Wahrscheinlichkeit nach unter Kuratel gestellt werden muss.

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat  Schulden von  insgesamt 120 Milliarden Euro.

NRW hat auch Wald, insgesamt 119.000 Hektar an grünen Lungen, Naherholungs- und Wandergebieten, Tummelplätzen von Walkern, Radlern und Spaziergängern, kostenlosen Abenteuerspielplätzen, Arbeitsplätzen in der Holzwirftschaft …  Erlebnisraum der Menschen und Lebensraum der Pflanzen und Tiere. (weiterlesen…)

Gordon Gekko und die Wonnen der Devoten (Spiegelreflexionen)

Montag, 01. Dezember 2008

Schaut man mal wieder in den Spiegel, um zu sehen, ob die Dauerwelle noch sitzt, so kann es passieren, dass einem das etwas unangenehme Allessehende Auge entgegenblickt – das von der 1-Dollar-Note. Nehmen Sie mal den „SPIEGEL“ 48/2008 („Ich spiele immer nach Regeln“) zur Hand: Auf dem raffinierten Foto von S. 76 findet sich das rechte Auge tatsächlich in der Bildmitte. Ich schaute etwas genauer hin, da ich eine merkwürdige körperliche Reaktion hatte: Fluchtspiegelreflexe. Tatsächlich folgt einem dieses Auge so, wie einen die Augen von Personen auf bestimmten Gemälden Alter Meister von jedwedem Blickwinkel aus nachschauen.

Interview mit George Soros im SPIEGEL, Heft 48/2008
Interview mit George Soros im SPIEGEL, Heft 48/2008

Aber jetzt zum Thema: „Vor dem Sonnenaufgang kommt erst einmal die Finsternis.“ Kapiert? So ist’s halt auf der Welt, und so soll’s bleiben: Die Rede ist vom Interview eines als intellektuell behaupteten Nachrichtenmagazins mit dem berüchtigten Finanzspekulanten Gordon Gekko, dem Geldguru György Schwartz und der Krisenkassandra Georgina Soros.

Der Spiegel trat gleich mit 3 Musketieren gegen den üblen Alten an, einen der größten professionellen Profiteure unseres tatkräftig deregulierten Geldsystems, 9 Milliarden Dollar schwer und mithin Mitglied im Club der reichsten Menschen dieses Erdballs. In Steuerparadiesen wie den Niederländischen Antillen und Curaçao strich er zeitweise Gewinne von 34,5 % pro Jahr ein.

Wer sich auf ein flottes Interview mit ein paar bohrenden Fragen und schnittigen Säbelstreichen gefreut hatte, wurde herbe enttäuscht: Es kam nicht einmal zu dem üblichen Spiegelgefecht. Das Interview war schon zu Ende, da es nicht anfangen konnte. Denn Gekko spielt halt immer nach (seinen) Regeln. Da kann man nichts machen. (weiterlesen…)