Archiv für die Kategorie ‘Orwellsches’

Erschütterndes Video: Im Flugzeug über dem Golf von Mexiko

Montag, 28. Juni 2010

Das folgende Video, was ich gerade im Netz fand, ist die schrecklichste Dokumentation der Ölkatastrophe, die ich bisher sah:

Ich finde keine Worte …

BP soll angeblich solche Videos entfernen.

Die folgende Dokumentation trug ebenfalls diesen Vermerk.

Ein britischer Journalist spricht vor Ort mit Überlebenden der Bohrinsel-Katastrophe. Diese Leute waren bisher quasi gar nicht in den Medien präsent, und wenn man das anhört, was sie hier im Interview berichten, weiß man warum … (weiterlesen…)

Hopi-Prophezeiung über das Öl-Desaster im Golf von Mexiko?

Montag, 28. Juni 2010

Ölteppich im Golf von Mexiko; Quelle: NASA

Ölteppich im Golf von Mexiko (Quelle: NASA)

Gestern habe ich mich für zeitgeist Online ziemlich nüchtern mit dem Öldesaster im Golf von Mexiko befasst, heute mache ich es an dieser Stelle ganz emotional – und stelle mir einige Fragen, von denen vermutlich die wenigsten beantwortet werden können.

Wer, wie ich, als Kind fast jedes Buch von Karl May gelesen hat und bei Winnetous Tod heiße Tränen vergoss, weiß natürlich, dass der Weiße Mann oft mit gespaltener Zunge redet und Böses tut, der Rote Mann dagegen oft edel ist.

Beinahe jeden Morgen gehe ich denselben Weg am Fluß entlang, meine Hündin einige Meter vor mir oder hinter mir. Fast immer spüre ich schon vorher die Stelle, wo er am Flussufer sitzt und seinen Hund beobachtet. Er ist ein äußerst kleinwüchsiger, kompakter südamerikanischer Indio, unter seiner roten Baseballkappe, die auf einem Kopf wie festgewachsen erscheint, fällt hinten ein tiefschwarzer Zopf heraus. Der Mann war Musiker und ist jetzt für irgendjemanden Hundehüter, eine kleine, beeindruckende Energieknolle mit rollendem “R”.

“Man hat Mutter Erde in den Leib geschossen”, sagt er kurz und grimmig, “jetzt ist sie am Verbluten.”

Tja, so kann man das wohl sehen. Wie aber kriegt man bloß diese Blutung zum Stillstand?

“Die Erde gibt ihr Blut und ihr Wasser freiwillig. Alles, was sie noch tief unten verborgen hält, ist nicht gut für den Menschen, bringt Unheil”, sagt er noch. (weiterlesen…)

Im Notfall Nudeln

Dienstag, 04. Mai 2010

Im Notfall...

Im Notfall...

Es wird allmählich doch etwas auffällig: Letzten Dienstag verkündete ein Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Berlin, es werde geprüft, ob nicht nur Getreide, Reis, Erbsen, Linsen und Milchpulver, sondern auch Nudeln, Mehl und Fertiggerichte für Katastrophenfälle eingelagert werden sollen.

Heute dann wird z. B. auf der 1. Seite des Bonner GA empfohlen, auch privat vorzusorgen und eine Notfallreserve anzulegen und dazu Tipps gegeben („Nudeln im Notfall“, 4.5.2010): (weiterlesen…)

Vogelgrippe-Seuche, Bankengrippe-Seuche, Schweinegrippe-Seuche. Teil 1 (mit Augenzwinkern)

Donnerstag, 30. April 2009

Die Preisfrage: Wählen Sie aus den 3 oben genannten Begriffen, denjenigen aus, der ein reales, wirkliches, besorgniserregendes Problem weltweit darstellt.

Die vorletzte Seuchen-Sau, die durchs Dorf getrieben wurde, war die Vogelgrippe 2005/2006. Wir erinnern uns: Sie war dem Pentagon entlaufen und trat einen ungeheuren Siegesgalopp rund um die Welt an. Zuerst der Truthahn des griechischen Bauern Dimitris Kominaris auf der ostägäischen Insel Inousses. Und weiter ging’s im Schweinsgalopp, nicht aufzuhalten war sie: Zugvögel verirrten sich in Hühnerlegebatterien. Vermutlich aus Mitleid schaute sie bei ihren gequälten, unfreien Artgenossen vorbei – und weiter ging’s mit der Seuchensau: Mein lieber Schwan! Erinnern Sie sich noch? Notstand auf Rügen: Ein Schwan war doch tatsächlich im Winter verendet. Bitte nicht küssen! Warnstufe rot!

Millionen Hühner und Gänse fielen allerdings weniger dem behaupteten H5N1 Virus, sondern vor allem einer herzlosen, gnadenlosen, weiträumigen Vergasung zum Opfer. Sogar bei Hobbyzüchtern seltener Geflügelrassen fielen die Seuchenbekämpfer ein und schlachteten die unter Verdacht geratenen Zwerg-, Perl- und Gurrhühner vor den Augen ihrer entsetzten Besitzer des nachts an Ort und Stelle ab.

Doch dann: Das Wunder: Rechtzeitig vor Einsetzen der Fußballseuche endete die Vogelseuche! Das war knapp! (weiterlesen…)

Mit Schlagstock

Mittwoch, 15. April 2009

Die Arbeits(losigkeits)ämter in Spanien haben seit neustem uniformiertes Sicherheitspersonal mit Schlagstöcken.

Die Dame in brauner Uniform steht breitbeinig mit vorgereckter Brust, Kinn leicht nach oben verschoben, die Stiefelspitzen nach außen gerichtet, Knie durchgedrückt, beide Hände am quadratischen Koppelschloss. Ich überlege, warum das wohl die klassische Kerlgeste ist, die man vermutlich lernt, wenn man für einen solchen Job trainiert wird?

Ach ja, sicher, weil das Koppelschloss ja auch eine Waffe ist; die Hände liegen am Gürtel bereit, um diesen jederzeit rausreissen und als Schlaginstrument benutzen zu können. So muss es sein.

Die braune Dame beugt sich plötzlich vor, streichelt einem Kind übers Haar und zeigt ihm ein paar Bilder in einem Prospekt. Und da fällt mir ein:

Sie ist ja kein Kerl, sie tut nur so.

Gedanken zum Umgang mit Waldbränden und „Gesellschaftsbränden“

Freitag, 03. April 2009

In den südlichen Mittelmeerländern gibt es — wer hätte nicht schon einmal davon gehört — ein schweres Problem: Waldbrandgefahr, besonders in den extrem trockenen Sommermonaten.

Nicht immer werden diese Katastrophen jedoch von unachtsam weggeworfenen Zigaretten oder erhitzten Glasflaschen ausgelöst: Sehr oft sind die Brände auffällig systematisch an mehreren Stellen quasi gleichzeitig gelegt. Ein einziger Pyromane kann einen riesigen Schaden anrichten und Einsatzkräfte über Tage in ein „heißes“ Schauspiel verwickeln. Häufig stellte sich aber anschließend heraus, dass nicht nur der Feuerteufel mit einem Bösewicht durchgegangen war, sondern dass auch handfeste Interessen im Spiel waren. (weiterlesen…)

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