Ich seufze vor Dankbarkeit und Rührung über die mutige Tat unseres Bundesverfassungsgerichts: Endlich! Endlich hat unser oberstes Gericht, der dritte Pfeiler in der Architektur unserer Gewaltenteilung, einmal die Initiative ergriffen. “Ein Urteil mit Folgen” heißt es im Kommentar der FAZ. Endlich haben sich die Richter von der Entwicklung der Ereignisse nicht mehr um Lichtjahre abhängen lassen, sondern sind mutig und zeitnah der staatlichen Schuldenmacherei entgegengetreten und haben Grenzen aufgezeigt. Aber knapp war es doch. (weiterlesen…)
Archiv für die Kategorie ‘Realsatire’
Bravo! Karlsruhe legt Grenzen der Staatsverschuldung fest
Sonntag, 30. Mai 2010Ludwigsburger Goldraub: Kölner Oberlandesgericht als Filmstudio für Xatar-Gangsta-Video
Sonntag, 07. Februar 2010Schwellende Muskeln, ein Benz, „an dem jede Felge blitzt”, eine fette Uhr am Handgelenk, eine Halskette wie für eine Garageneinfahrt, Frauen als Schlampen, die feucht werden, wenn sie den Helden dieser klar geordneten Welt kommen sehen: Xatar oder Giwar Hajabi, „der Bonner“ Gangsta-Rappa, Pate einer Bonner Parallelgesellschaft, u.a. durch Drogenhandel reich geworden.
Es gehört zum Stil der Bonner Zeitungen grundsätzlich keine Angaben zur Nationalität irgendwelcher Täter zu machen, eigentlich schade, durch diese unterschlagene Information geht einiges an Tiefenschärfe verloren.
Xatar – der typischer Bonner „Jung“? Hajabi ist vor allem eins: ein glühender kurdischer Nationalist, der nichts auf die Fahne mit der gelben Sonne und ihren 21 Strahlen kommen lässt.
Irgendwie ist es fast nachvollziehbar: Ein Kurde aus einer Männerwelt, in der es viele Schicksale und Geschichten von kurdischer Unterdrückung gibt, die klare Regeln kennt wie „Ehre“, „Respekt“, Blutsverwandschaft“, „Großfamilienzusammenhalt“, „Blutrache“ usw. nach Deutschland gekommen, sogar hier geboren?, um nicht ganz „anzukommen“. Warum auch? Für diese „schwule“, ehrlose, verweichlichte Welt hat er nur Verachtung übrig, in Deutschland kann man das schnelle Geld machen, Drogen, Zuhälterei, jahrelang interessiert sich niemand dafür, wie Hajabi an sein vieles Geld kommt, noch dafür, dass der Kurdenpate keinerlei Respekt für sein Gastland hat (oder ist er schon eingebürgert?).
Die Musikindustrie hat diese wütenden, dauererregten jungen Männer mit Immigrationshintergrund längst als Klientel ausgemacht. Frauen spielen dabei kaum noch eine Rolle. Die können froh sein, wenn sie mal irgendwo als Abziehbildchen zugelassen sind, ansonsten müssen sie Respekt zeigen, sonst kriegen sie eins auf die Fresse. Deutsche Jungmänner werden überhaupt nicht für voll genommen, weil sie nichts dagegen haben, dass ihre Frauen “gecheckt” werden.
Die schnaubenden adrenalingestressten Jungmänner pflegen ihre eigene Ästhetik und Mode, vorwiegend in den Farben schwarz-weiß-gold (vermutlich die zukünftigen Nationalfarben dieses Integrationsstandorts).
Zugegeben: Ich in auf diese theatralischen „Du-hast-meine-Ähre-gekränkt-Typen“ nicht besonders gut zu sprechen – das hängst noch mit meiner Schulzeit zusammen; andererseits gilt ihnen mein vollstes Verständnis, nein, nicht für ihr schlimmes Schicksal, weder so richtig Deutsche noch Kurden noch Türken zu sein, nicht so richtig angekommen zu sein und keinen so richtigen Schulabschluss zu haben, sondern ich verstehe voll und ganz, dass sie sich über Deutschland einfach nur lustig machen können – sie haben einfach keine andere Wahl. (weiterlesen…)
Deutschland hat die Bombe!
Montag, 14. Dezember 2009Als ich mich über den neuen Langstreckenmilitärtransporter A400M, von dem Deutschland 60 Stück bestellt hat, auch auf der offiziellen Seite des “Bundesverteidigungsministeriums” informieren will, finde ich dort dazu gar nichts, dafür aber gleich auf der ersten Seite etwas anderes:
Der Hinweis auf eine Rede unseres Bundesverteidigungsministers zu Guttenberg anlässlich des Festaktes “Bundeswehr und American Jewish Commitee: 15 Jahre Partnerschaft und Vertrauen” am 8.12.2009 in Berlin.
Ganz klar: Hier hatte ich etwas übersehen.
Das AJC ist eine 1906 in den USA gegründete Privatorganisation. Ich wusste bisher noch nicht, dass die Bundeswehr offizielle Partnerschaften zu Privatorganisationen eingeht.
Das AJC sieht sich laut eigenen Angaben vor allem in der Rolle “das Wohlergehen und die Sicherheit der Juden in den Vereinigten Staaten, in Israel und auf der ganzen Welt sicherzustellen; die wichtigsten Prinzipien des Pluralismus als die beste Verteidigung gegen Antisemitismus und andere Formen der Bigotterie weltweit zu stärken; die Qualität des amerikanisch-jüdischen Lebens zu verbessern, indem es dabei hilft, jüdische Kontinuität sicherzustellen sowie die Bindungen zwischen amerikanischen und israelischen Juden zu vertiefen.”
Soweit so gut. Ich hätte verstanden, wenn so eine Partnerschaft mit dem AJC und deutschen Gedenkstätten stattfinden würde – aber mit dem Verteidigungsministerium? Ich musste also die Rede Guttenbergs lesen, und mich um mehr Verständnis bemühen:
“Wir Deutschen wollen die Erinnerung an die Schoah wach halten. Wir stellen uns unserer besonderen Verantwortung, die wir nach der Barbarei des Nationalsozialismus tragen; der Verantwortung, dass wir Antisemitismus nicht dulden und dass wir für das Existenzrecht und die Unversehrtheit des Staates Israel eintreten; der Verantwortung dafür, dass Freiheit, Menschenrechte und Toleranz die obersten Maximen unseres Handelns darstellen. Diese Verantwortung ist unverrückbarer Teil deutscher Staatsräson. Diese Verantwortung verpflichtet alle Deutschen – und damit auch die Bundeswehr als Armee des demokratischen Deutschlands.” (weiterlesen…)
Bundesregierung verschleudert 1 Milliarde Euro an Steuergeldern: Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz…
Dienstag, 08. Dezember 2009…zugunsten der Pharmaindustrie greift nicht: Schweinegrippe-Impfungen werden nicht nachgefragt. Virus versagt.
Noch vor genau einem Monat hatte der neue Bundesimpf- und Gesundheitsminister Dr. med. Rösler einen beschwörenden Aufruf („Rösler fordert mehr Impfstoff“) an die Impfstoffindustrie (GlaxoSmithKline) getan, doch nur ja die Produktion hochzufahren, damit die 50 Millionen Impfdosen für 40 Millionen Bundesbürger auch bald vollzählig zur Verfügung stünden: „Wichtig ist jetzt, dass die Industrie den Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung stellt.“ Er warnte unermüdlich vor der sich abzeichnenden Impfverdrossenheit und Skepsis und geißelte „falsche öffentliche Meinungsäußerungen.“
Man darf vermuten, dass unserem obersten Bundesimpfarzt die Einwände radikaler Impfgegner, das angebliche Virus zur Schweinegrippe sei nirgends korrekt isoliert und fotografiert worden, sowie die diversen Einwände minder radikaler Gegner (unzureichende Testung der Impfzusatzstoffe, harmloser Verlauf der Grippe etc.), ein Dorn im Auge waren.
„Die Bürger bat Rösler um Vertrauen in die Arbeit der Behörden. ‘Ich habe Verständnis, dass die Menschen durch die vielen, teils widersprüchlichen oder gar falschen öffentlichen Meinungsäußerungen verunsichert sind, deshalb brauchen sie Informationen, denen sie vertrauen können’, sagte er. Zuverlässige Informationen rund ums Impfen seien bei den Experten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts zu finden. Sie seien weltweit anerkannte Fachleute für die Bekämpfung von Infektionserkrankungen und für Impfstoffe.“
Am 7.12.2009 dann startete Rösler, das Bundesministerium und die versammelten Vertreter von Ärzteschaft, Kassen und Impfinnung einen letzten verzweifelten Aufruf zur Schweinegrippeimpfung nach einem „Spitzengespräch“.
„Gemeinsamer Aufruf zur Impfung gegen die Neue Grippe“
„Im Bundesministerium für Gesundheit fand heute ein zweites Spitzengespräch zur Impfung gegen die Neue Grippe A (H1/N1) auf Einladung von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler statt. Minister Rösler hatte Vertreter der Bundesärztekammer und der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft, maßgeblicher medizinischer Verbände und Fachgesellschaften, des Deutschen Pflegerats und des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen zu einem Gespräch eingeladen (…) Ziel des Gesprächs war es, gemeinsam zu beraten, wie die Impfbereitschaft der Bevölkerung und der Beschäftigten des Gesundheitswesens erhöht werden kann.“
Und dann wurde eine „Welle“ prognostiziert: (weiterlesen…)
Wir sind Außenminister: Ein herzlicher Glückwunsch an die Atlantik-Brücke
Dienstag, 29. September 2009Schwarz-Gelb.
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder’s bleibt wie’s ist. Animieren wir uns und picken wir etwas im Misthaufen herum. Zunächst: Wir sehen äußerst interessanten Zeiten entgegen. Das Wahlergebnis ist gar nicht so schlecht. Denn es wird in den nächsten vier Jahren das aufregende Stück „Wie wir versuchten, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben – eine göttliche Komödie“ auf dem Spielplan stehen. Ein besonderes Highlight wird der Versuch werden, den Staatshaushalt mit seiner horrenden Verschuldung durch immer weniger Steuereinnehmen, aber auch immer weniger Steuereinnahmen zu sanieren, ja sogar von Wirtschaftswachstum war die Rede.
Allerdings steht zu befürchten, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten eine etwas schmerzlichere Begegnung mit der Realität haben werden als bisher. Massenentlassungen, Steuererhöhungen und weitere Einschränkungen bei Sozialleistungen mussten bis nach der Wahl warten. Was von der Ankündigung der Steuersenkungen zu halten war, wurde deutlich, als Guido Westerwelle erst vier Tage vor der Wahl die Regierung dazu aufrief, „sofortigen Kassensturz“ zu machen. Die Finanzlage des Bundes müsse umgehend offen gelegt werden. Dies lehnte Merkel ganz einfach ab. (weiterlesen…)













