Alles ist Sonne

02. Mai 2009

NASA: 3D Bild der Sonne

NASA: 3D Bild der Sonne

Auf Island sagte mir einmal ein Isländer unvermittelt im Gespräch: „Ich bin ein einfacher Mann. Aber wenn ich eine Religion aussuchen müsste, so würde ich die Sonne anbeten.“

Dieser Satz war sehr ehrlich und außerdem nachvollziehbar. Vermutlich hatte ein Weiser zu mir gesprochen.

Auf Island, der Insel in der Nähe Grönlands, ist nicht so wichtig, fehlt nichts oft so sehr, wie das Sonnenlicht − in den Wintermonaten. Im Frühjahr und im Sommer ist die Sonne dafür dann fast immer anwesend: Nachts wird es nie ganz dunkel.

Ich werde das Gefühl des durch diese Daueranwesenheit der Sonne ausgelösten, körperlich und geistig-emotional spürbaren Energieschubs nie vergessen − ein euphorieartiges, fast süchtigmachendes Glücksgefühl… Weiterlesen »

Warn und Alarm

01. Mai 2009

Hach nee, ach nee, ich glaub ich kann nicht mehr. Neeneeenee. Ich weiß nicht. Ich kann und will nicht mehr. So nicht. Nicht mehr mit mir. Neeeneeenee. Nein! Ich kann das nicht mehr hören. Ich will das nicht mehr! Die können mich alle mal gern haben. Ich bin völlig mit den Nerven runter. Echt fertig. Neeneenee. Mir wird alles zu viel. Ich glaub, da muss jetzt was passieren.

Ich weiß, nicht wie es Ihnen geht: Aber ich glaub ich hab ne Warnallergie. Ich kann das nicht mehr. Wenn ich das Wort schon höre. Jetzt auch noch Prinz Charles! Das fehlte noch! Der kam nach Deutschland, um zu warnen. Vor dem Klimawandel, und hat dafür auch noch einen Preis erhalten. Neeneenee. Das hält man doch im Kopf nicht mehr aus. Weiterlesen »

Vogelgrippe-Seuche, Bankengrippe-Seuche, Schweinegrippe-Seuche. (Teil 2 mit Stirnrunzeln)

30. April 2009

Schweinegrippe. Die Medienwalze rollt also mal wieder. Die Meinungsvielfalt wird radikal vereinfacht. Ein Klima der Hysterie lässt einen um das Denkvermögen bangen und macht jeden Einwand mundtot. Kurz, es ist mal wieder Zeit, Verdacht zu schöpfen. Weiterlesen »

Vogelgrippe-Seuche, Bankengrippe-Seuche, Schweinegrippe-Seuche. Teil 1 (mit Augenzwinkern)

30. April 2009

Die Preisfrage: Wählen Sie aus den 3 oben genannten Begriffen, denjenigen aus, der ein reales, wirkliches, besorgniserregendes Problem weltweit darstellt.

Die vorletzte Seuchen-Sau, die durchs Dorf getrieben wurde, war die Vogelgrippe 2005/2006. Wir erinnern uns: Sie war dem Pentagon entlaufen und trat einen ungeheuren Siegesgalopp rund um die Welt an. Zuerst der Truthahn des griechischen Bauern Dimitris Kominaris auf der ostägäischen Insel Inousses. Und weiter ging’s im Schweinsgalopp, nicht aufzuhalten war sie: Zugvögel verirrten sich in Hühnerlegebatterien. Vermutlich aus Mitleid schaute sie bei ihren gequälten, unfreien Artgenossen vorbei – und weiter ging’s mit der Seuchensau: Mein lieber Schwan! Erinnern Sie sich noch? Notstand auf Rügen: Ein Schwan war doch tatsächlich im Winter verendet. Bitte nicht küssen! Warnstufe rot!

Millionen Hühner und Gänse fielen allerdings weniger dem behaupteten H5N1 Virus, sondern vor allem einer herzlosen, gnadenlosen, weiträumigen Vergasung zum Opfer. Sogar bei Hobbyzüchtern seltener Geflügelrassen fielen die Seuchenbekämpfer ein und schlachteten die unter Verdacht geratenen Zwerg-, Perl- und Gurrhühner vor den Augen ihrer entsetzten Besitzer des nachts an Ort und Stelle ab.

Doch dann: Das Wunder: Rechtzeitig vor Einsetzen der Fußballseuche endete die Vogelseuche! Das war knapp! Weiterlesen »

Jugendpsychiatrie: Therapievoraussetzung Ritalin

27. April 2009

Ritalin täglich

Ritalin täglich (Bildquelle: www.deesillustration.com)

Gerade sprach ich mit einer Freundin. Sie ist alleinerziehende Mutter zweier Söhne und wohnt in einer westdeutschen Großstadt. Sie ist von zarter, eher zerbrechlicher Gestalt und bisweilen schlagen ihr die Dinge über dem Kopf zusammen. Sie selbst ist momentan wegen gelegentlicher Angstattacken erst einmal für einige Monate berentet. Davor arbeitete sie manchmal in 1-Euro-Jobs; letzthin legte man ihr einen Ganztagsjob nahe, irgendeinen, was sie mit Hinweis auf ihren 15-jähringen jüngsten Sohn, der sie noch dringend brauche, ablehnte. Weitere Sanktionen der Ämter konnten durch ihre psychische Erkrankung vorläufig abgewehrt werden, aber das Problem mit dem jüngsten Sohn bleibt.

Ich gebe zu, dass ich Tommy (Name geändert) seit frühster Kindheit kenne und er seither eine “Stein bei mir im Brett” hat. Das mag an so irrationalen Dingen liegen, wie der Erklärung, die er mir im Alter von ca. fünf bis sechs Jahren abgab, als ich ihm sagte, “Tommy, ich mag dich.” Tommy meinte daraufhin: “Itsch ditsch auck” − er geriet noch etwas mit der offiziellen Aussprache in Kollision, bewegte sich aber durchaus damals schon in seinem eigenen logischen System. In dieser Zeit war es auch, dass Tommy immer in Windeseile auf Obstbäume kletterte und mir eifrig Früchte pflückte − ganz klar schon damals ein echter Gentle-Mann. Weiterlesen »

Post aus Afghanistan

24. April 2009

Gestern hatte ich einen Aufruf eines in Chicago lebenden Afghanen unter meiner Epost, den ich mich zu übersetzen entschloss: Dr. Mohammed Daud Miraki hatte offensichtlich noch meine Mail-Adresse, da ich vor einiger Zeit sein Buch “Afghanistan after Democracy” bestellt hatte.

Afghanistan After Democracy

Dr. Mirakis Bildband "Afghanistan After Democracy"

Ich wollte mich damals aus erster Hand informieren, was in Afghanistan vor sich geht: Schließlich stehen deutsche Truppen dort. Dr. Mirakis Bildreportage erschütterte mich. Anschließend las ich noch das Buch des deutschen Afghanistan-Kenners Christoph Hörstel (“Sprengsatz Afghanistan: Die Bundeswehr in tödlicher Mission”), was ich nur empfehlen kann, wenn man sich mit der Materie etwas näher befassen möchte. Weiterlesen »

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